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Die Geschichte unserer Kastell-Realschule


 

1923 wurde das Gebäude als Volksschule errichtet.



1972 – 1990 Die Weiterentwicklung

Im Jahre 1972 wurde das Gebäude der alten Volksschule (unser heutiger Altbau) frei, denn das Gymnasium bekam ein neues Zuhause, da der Neubau des Gymnasiums war fertig. Nun konnte das alte Gebäude von unserer Realschule bezogen werden. Aber das Haus aus dem Jahre 1923 befand sich in einem schlechten Zustand. Heizung und Elektronetz waren veraltet. Der Wind des Welzheimer Waldes machte sich an dem hochgelegenen Gebäude bemerkbar. Deshalb wurde das Gebäude von 1973 bis 1975 grundlegend renoviert. Das bedeutete aber, dass wiederum Klassen ausgelagert werden mussten. Mancher ehemalige Schüler wird sich an die ehemalige „Idylle“ des Dekanats (jetzt Heimatmuseum) erinnern, wo das Wohn- und Schlafzimmer des Herrn Dekans als Klassenzimmer diente. Gleichzeitig wuchs die Schule zur vollen Zweizügigkeit weiter.

1977 wurde dann ein Neubau mit vier Fachräumen (Biologie, Musik, Physik/Chemie und Handarbeit) fertig. Dafür musste an dieser Stelle die Baracke weichen.

1980 hatte die Schülerzahl mit 474 einen (vorläufigen) Höchststand erreicht. Und wieder wurden Klassenräume gesucht und im Mehrzweckraum der Justinus-Kerner-Halle sowie im Neubau der Sonderschule gefunden. Durch sinkende Geburtenzahlen und durch eine gute Lehrerversorgung war ab 1984/85 die Klassenstärke bei 16 Schüler/innen. Trotzdem fehlten Fachräume, die dem neuen Bildungsplan von 1984 entsprochen hätten. Klassen mussten wieder ausgelagert werden. Deshalb wurde südlich unseres Schulgeländes ein dreistöckiger Neubau mit Fach-, Klassen-, Lehrer- und Verwaltungsräumen gebaut.

Stetes Wachstum1990 – 2002

Nun hat 1990, nach langer Zeit, jede der 16 Klassen endlich ein eigenes Zimmer bekommen, und den 365 Schülern, den 30 Lehrern sowie der Verwaltung stehen nun ausreichend Platz zur Verfügung.

Im gleichen Jahr kam es zum Führungswechsel in der Schulleitung, da Herr Rauwolf in den wohlverdienten Ruhestand ging. Sein Nachfolger wurde Wolfgang Jaeschke aus Rudersberg.

Aber:

Die allgemeine Entwicklung wirft alle schulischen Planungen durcheinander. In den letzten 15 Jahren erlebte der Welzheimer Wald einen noch nie da gewesenen Bauboom. Überall wurden neue Baugebiete erschlossen, Welzheim selbst wuchs auf 11000 Einwohner. Die Folgen wurden bald auch in der Schule spürbar. Jedes Jahr gab es neue Schüler-Rekordzahlen.

Im Schuljahr 2001/2002 war der (wieder vorläufige) Höhepunkt erreicht. Alle sechs Klassenstufen waren vierzügig. Die Schülerzahl stieg auf die neue Rekordmarke von 623 Schülern. Wieder ist der Schulalltag von der Raumenge geprägt. So wurde eine Verlängerung des Anbaus geplant, der bis Frühjahr 2003 fertig sein wird. Dann soll jede Klasse ein eigenes Klassenzimmer haben.

 
neubau mit mensa

Altbau 2006

J. Fuchs, 10.09.02

Fortsetzung

So wurde eine Verlängerung des Anbaus geplant, der dann bis Sommer 2003 fertig wurde.

 

Seit dem Jahr 2004 waren die Schülerzahlen wie auch in vielen anderen Schulen Baden-Württembergs leicht rückläufig, so dass im Jahr 2008/09 nur noch die Hälfte der Klassenstufen vierzügig waren, die andere Hälfte bestand jeweils aus drei Parallelklassen. Nun war die Schule endlich in der Lage, jeder Klasse ein angemessenes Klassenzimmer zur Verfügung zu stellen.

Lange, lange Zeit waren mehrere Klassen ausgelagert gewesen, z.B. in das Gebäude der Sonderschule, und es gab Wanderklassen ohne feste Bleibe. Sogar eine Baracke mit zwei elektrisch geheizten Räumen und furchtbarer Raumluft war etliche Jahre in Betrieb. Dank der Schrumpfung um drei Klassen und Dank der Anbauten befand sich die Schule nun in einigermaßen komfortablen Verhältnissen. Im Jahr 2008 waren lediglich der Handarbeitsunterricht und das Fach Kunst ausgelagert.

 

Der leichte Rückgang der Schülerzahlen, bzw. der Schulklassen, hätte auch personell gute Entlastung schaffen können. Das wurde jedoch durch Pensionierungen wieder ausgeglichen. Einige altgediente Kollegen wurden in den Ruhestand versetzt (Jörg Dröber 2003, Rudi Stenzel 2003, Martin Stolz 2004, Siegfried Fischer 2008), die meisten nach über 40 Dienstjahren, und neu zugegangene Lehrkräfte deckten nicht die gleiche Wochenstundenzahl ab. So verhinderte die Kultusbehörde, dass ein üppiger Stundenüberhang  entstehen konnte, mit dem man Stützkurse oder ein größeres Angebot an Arbeitsgemeinschaften hätte bestreiten können.

 

Weitere einschneidende Personalwechsel gab es in den Jahren 2003 und 2005. Die Lotsen gingen von Bord. Zunächst Konrektor Günther Brügel, dann, ein Jahr später Rektor Wolfgang Jaeschke.

Mit großen Feierlichkeiten wurden Frau Andrea März (2003)und Frau Sybille Renz-Noll (2005) als „weibliche Doppelspitze“ ins Amt eingesetzt.

 

Unterdessen wurden die nächsten Baumaßnahmen geplant. Die Stadt Welzheim, der Schulträger, wandte eine ganze Menge Geldes auf, um Fassade, Dach und Fenster des Altbaus stilgerecht zu renovieren. Außerdem wurde zwei kleine Zimmer im Altbau oben als NWA-Übungsräume ausgestattet. (NWA = naturwissenschaftliches Arbeiten, der neue Fächerverbund aus Biologie, Chemie und Physik)   Hier erforderten also neue Bildungsideen auch eine entsprechende neue „Hardware“. Ähnliches gilt für für den bundesweiten Trend zur Ganztagesschule. Die Welzheimer Schulen haben zwar noch lange nicht eine ganztägige Betreuung an fünf Wochentagen, aber es gibt doch schon eine ganze Menge Nachmittagsunterricht. Deswegen war der Bau einer gemeinsamen Mensa geboten, die dann im Jahr 2007 eingeweiht wurde.

 

Im Herbst 2006 wurde  auf Initiative des Musiklehrers Günther Hahn hin die erste Welzheimer „Bläserklasse“ gegründet. Allen Schüler, die das Spielen eines Instrumentes erlernen möchten, wird die Möglichkeit gegeben, ohne großen finanziellen Aufwand ein Jahr lang Instrumentenunterricht zu bekommen. Dieses sehr erfolgreiche Konzept hat sich inzwischen schon im dritten Jahr bewährt und die Schule hat deutlich an musischem Profil gewonnen.

M.Marciniak, 05.03.2012

Hinzu kommt seit dem Schuljahr 2010/11 eine weiteres Profil der Realschule, die Sportklasse. Hartwig Helber, Kathrin Schneider und Sonja Schulz haben das Konzept für dieses Angebot erstellt und erfolgreich im ersten Jahr durchgeführt. Im zweiten Jahr wurde eine konzeptionelle Änderung vorgenommen. Es gibt nun keine reinen Sportklassen mehr, sondern alle Schüler/innen der Klassen 5 und 6 können sich für ein Sportprofil anmelden. 


 
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